Spanische Gletscher bald verschwunden

Das Schmelzen von Gletschern wird oft als ein heute schon sichtbarer Indikator für den Klimawandel herangezogen. Wie Telepolis berichtet, sind auch die letzten spanischen Gletscher in keinem guten Zustand.

Seit 1900 war ein dramatisches Abschmelzen der Gletschermassen zu beobachten. Wie das spanische Umweltministerium berichtet, werden die spanischen Gletscher bald der Vergangenheit angehören. Auf der spanischen Seite der Pyrenäen, waren 2008 nur noch fast 200 Hektar von einstmals ca 1.800 Hektar übrig geblieben. Sollte es mit dem Temperaturanstieg und den geringen Niederschlägen so weitergehen, werden die spanischen Gletscher schon bis Mitte des Jahrhunderts völlig abgeschmolzen sein. Die Durchschnittstemperatur in der Region ist seit 1950 um 1 Grad gestiegen, gleichzeitig sind die Niederschläge um 400 Liter pro Quadratmeter zurückgegangen.

European Green Capital – Hamburg ist Umwelt-Hauptstadt Europas 2011

Wie wir bereits berichteten, stand Hamburg als Kandidat für die Umwelthauptstadt 2011 auf der Liste. Nun hat die Stadt es geschafft: Im Jahre 2011 wird ihr der Titel „European Green Capital“ gebühren!

Der Preis wird durch die Europäische Komission verliehen. Wie Hamburg Web gestern berichtete, wird also Hamburg selbst zu den ersten Preisträgern dieser Auszeichnung gehören. 2010 wird sich Stockholm aber erstmal mit dem Titel schmücken dürfen. Doch bereits gestern wurde die Auszeichnung vom EU-Umweltkomissar Stavros Dimas an Hamburgs Umweltsenatorin Anja Hajduk übergeben.

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Bablok gegen Monsanto – eine Frage der Gene

Nur 2km entfernt von den Bienen des Hobby-Imkers Heinz Bablok befinden sich die  Versuchsfelder für genmanipulierten Maisanbau vom größten internationalen Saatguthersteller  Monsanto (interessante Doku). Trotz des mehr als eingehaltenen Mindestabstand von 150 Metern zwischen Versuchsfeldern und  Nahrungsmittelproduktion, fanden die Bienen auf ihrer Suche nach Süßem zum Genfeld.
Ergebnis der Laboranalysen war mit Gen-Pollen kontaminierter Honig, welcher nach  Gerichtsentscheid weder verkauft noch verzehrt werden dürfte.

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Jugendbegleiter für Natur und Umwelt

Laut einer Mitteilung des Umweltministeriums in Baden-Württemberg soll die Umweltakademie bald eine Art „Ausbildung“ anbieten, bei der Interessierte eine Jugendbegleiter-Qualifizierung für Natur und Umwelt erhalten können. Ziel soll es sein, ein ehrenamtliches Engagement in der offenen Ganztagsschule zu ermöglichen. Es soll Interessierten die Möglichkeit geboten werden, sich in ihrer Gegend zu engagieren sowie spezielles Wissen und Erfahrung in den Schulalltag mit einzubringen. Das Gesamtbildungskonzept Ganztagsschule kann somit flexibler und aktiver mitgestaltet werden.

Die Ausbildung zum „Jugendbegleiter für Natur und Umwelt“ ist kostenlos und wird ca. 40 Stunden dauern, die überwiegend an Wochenenden abgehalten werden. Sie wird aus drei Modulen bestehen, die neben den Umweltthemen auch das notwendige Wissen über die Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Ganztagsbetreuung mit einschließt. Die Themen sollen von Pädagogik über Naturschutzpraxis bis hin zu nachhaltiger Entwicklung reichen. Im Vordergrund sollen dabei immer das Naturerlebnis, die Naturerfahrung und die Naturpraxis stehen.

Zur Zeit beschränkt sich dieses Anebot noch auf den Umkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Mehr Informationen zur Ausbildung zum „Jugendbegleiter für Natur und Umwelt“, zu aktuellen Terminen und Tipps erhalten sie auf der Homepage der Umweltakademie.

Verbot von Quecksilber

quecksilberWie wir am Montag berichtet haben, wurde auf der UNEP-Jahrestagung in Nairobi unter anderem die Gefahr von Quecksilber für hunderte Millionen Menschen auf der Welt diskutiert. Es ist erfreulich, dass sich aus diesen Gesprächen nun handfeste Ergebnisse ableiten lassen. Nach einer Pressemitteilung des BMU werden derzeit internationale Verhandlungen zum Verbot von Quecksilber aufgenommen – innerhalb der nächsten 4 Jahre sollen bindende Regelungen für die Produktion und Emission von Quecksilber erreicht werden.

Sigmar Gabriel ist erleichtert nach „jahrelangen Anstrengungen“ und „zähem Ringen“ nun endlich einen Erfolg verzeichnen zu können. Nicht zuletzt durch das Engagement Amerikas sei es gelungen die Arbeiten zu einem Quecksilberabkommen auf den Weg zu bringen.

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Mehr Klimaschutz-Engagement ist gefordert!

Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen haben nun in einem offenen Brief an Staats- und Regierungschefs der EU davor gewarnt, die Klimakrise nicht wegen der momentan viel diskutierten Finanzkrise zu vernachlässigen. Mit dem Klimawandel werden sich auch ca. 750 Teilnehmer des Extremwetterkongresses in Bremerhaven beschäftigen, der diesen Donnerstag beginnt.

In dem Brief machen Organisationen wie Germanwatch, Oxfam, Misereor und der BUND klar, dass man die Unterstützung der am stärksten vom Klimawanel betroffenen Länder in Form von finanziellen Mitteln nicht als „Wohltätigkeit in Zeiten des Reichtums“, sondern als eine „moralische Verpflichtung“ ansehen muss. So wird auch Angela Merkel aufgefordert, endlich, zusammen mit ihren EU-Kollegen, die Verhandlungen über ein neues UN-Klimaschutzabkommen voranzubringen. Dieses Abkommen soll auch belastbare Aussagen über Finanzierungshilfen beinhalten! Die Organisationen sehen die Finanzkrise als Bremse einer schon längst überfälligen Lösung der Klimakrise.

Doch auch ein Vorteil hat die Finanzkrise: der Anstieg des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes wird sich vorübergehend verlangsamen. Für 2009 seien fünf bis acht Prozent weniger zusätzliche Emissionen zu erwarten. Nach der Finanzkrise, so die Diagnose, wird aber alles wieder beim Alten sein, denn der Klimawandel schreitet rascher voran, als es viele der bisherigen Modelle vermuten ließen.

Die nächsten Verhandlungen der UN zum Thema Klima finden Ende März in Bonn statt. Bereits Anfang März wird ein EU-Gipfel tagen, der vorweg die Position der EU für ein neues Klimaabkommen festlegen soll. Im Dezember folgt dann in Kopenhagen (Dänemark) die Ausarbeitung eines Nachfolgeabkommens des Kyotoprotokolls.

MASDAR-CITY – Die grüne Ökostadt in der Wüste

Sonne statt Öl – Mit diesem Ziel wird gerade in der Wüste von Abu Dhabi eine Ökostadt aus dem Boden gestampft. Masdar-City wird das neue Prestigeobjekt der Scheichs heißen. Ein großzügiger finanzieller Rahmen von 22 Milliarden Dollar wird dafür von Seiten der Scheichs bereitgestellt, weitere 15 Milliarden werden von Abu Dhabi beigesteuert.

Masdar, was übersetzt soviel heißt wie „Quelle“ oder „Ursprung“, soll dazu beitragen im internationalen Wettbewerb die Führungsrolle im Bereich der erneuerbaren Energien einzunehmen. Luxusgüter wie Klimaanlagen sollen nicht aus der Stadt verbannt werden – der gesamte Strom für die Oase in der Wüste soll mit erneuerbaren Energien wie Wind- und Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Wo in unseren Breiten die Rede von Erdwärme ist, wird es in Masdar vielmehr um „Erdkühle“ gehen. Durch die Nutzung von Bodensonden soll die Kühle tieferer Erdschichten an die Oberfläche transportiert werden um die Klimaanlagen zu entlasten.

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UNEP-Jahrestagung in Nairobi

Die UN-Umweltbehörde begeht ihren Jahrestag in Nairobi, Kenia. Der Verwaltungsrat wird sich mit dem Globalen Umweltministerforum treffen. Wie Zeit berichtet, wird auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel anwesend sein. Sie werden über institutionelle Reformen der internationalen Umweltpolitik beraten. Allgemein gesehen könnte die UN-Umweltbehörde stark im Kampf für den weltweiten Klima- und Umweltschutz sein. Leider fehlen ihr aber dazu die nötigen finanziellen Mittel.

Doch zunächst genaueres über die UN-Umweltbehörde: Im Jahre 1972 ins Leben gerufen, ist das Programm nach seinem Selbstverständnis die „Stimme der Umwelt“ bei den Vereinigten Nationen. Die Behörde stellt gleichzeitig Auslöser, Anwalt, Lehrer und Vermittler für einen schonenderen Umgang mit der Umwelt da. Sie setzt sich auch sehr für nachhaltige Entwicklung ein. Zu ihren Partnern zählen unter Anderem internationale Organisationen und Regierungen sowie Unternehmen und die Zivilgesellschaft.

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Die Erde heizt sich immer mehr auf!

Als Rufer in der Wüste betitulierte gestern die Neue Osnabrücker Zeitung den Klimaforscher Christopher Field.
Field warnt eindringlich vor einer weiteren rasanten Erwärmung unseres Planeten. Vielleicht steht Field dann tatsächlich bald in einer Wüste…

2005 bis 2008 wurden in Folge die höchsten CO2-Ausstöße der vergangenen 30 Jahre gemessen. Und das trotz unzähliger Initiativen gegen globale Erderwärmung wie z.B. die Kfz-Steuer-Reform oder ein ein Glühbirnen-Verbot. Es fehlt wohl noch immer an einer wirksamen Strategie, um dem wachsenden „Energiehunger“ der Bevölkerung beizukommen, ohne die Ressourcen der Welt zu vernichten. Ein guter Weg: Agrosprit. Doch leider ist er kein Klimaretter. Und die durch ihn hervorgebrachten Waldrodungen für neue Anbauflächen führen auch eher zum Gegenteil. Man benötigt also eine überzeugenden Umsetzung in Politik und Wirtschaft. Es bedarf großer Anstrengungen und Anreize, umd Verbraucher auf das Thema Klimaschutz wirklich anzusprechen.

Im Dezember beim Weltklimagipfel in Kopenhagen entscheidet sich nun, welchen Weg diese Welt einschlägt.

Getrennte Wege – Migranten und das Bewusstsein der Mülltrennung

Klingt das rassistisch? Diskriminierend? Wie der Tagesspiegel berichtet, gab es tatsächlich eine Tagung zum Thema, wie man das Ökobewusstsein von Migranten schärfen könne.
„Ist Umwelt- bzw. Naturschut (k)ein Thema für MigrantInnen?“ So lautete der Titel der gestern gehaltenen Tagung unter Zusammenarbeit des türkisch-deutschen Umweltzentrums des TDZ e.V. und des BUND. Der Veranstalter rechtfertigt: „Das Umweltbewusstsein von Migranten sei zwar vergleichsweise niedriger, aber nicht, weil ihnen die Umwelt egal ist, sondern weil sie nicht informiert sind.“ Vielen ist nicht wirklich klar, wie man richtig Müll trennt oder wie man Energie sparen kann. Der BUND hatte deshalb bereits ein Projekt ins Leben gerufen: „Interkulturelle Energiesparberatung“. In diesem Kurs wurden mehrheitlich türkischstämmigen Frauen zu Energiesparberaterinnen ausgebildet wurden.

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