Montag, 9. Februar in Berlin. Leonardo DiCaprio war zu Gast. Grund dafür: die Gala “Cinema for Peace” im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Besonders an dem Abend: Leonard war nicht nur wegen der bevorstehenden Auszeichnung anwesend, sondern nahm auch Kontakt mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf. Denn sie planen zusammen ein Projekt, genauer gesagt arbeiten sie an einem Umwelt-Film für deutsche Schüler. Dieser Spot soll als gratis-DVD an deutschen Schulen zur Verfügung gestellt werden. Ins Rollen gebracht wurde diese Idee von Berlins Kamera-Meister Michael Ballhaus.
Leonardo DiCaprio wurde außerdem an diesem Abend für sein Umweltengagement mit einem Preis ausgezeichnet. „Die Umweltkrise zu lösen, ist ein entscheidender Punkt. Es ist unsere nächste Berliner Mauer“, sagte DiCaprio – er selbst hat deutsche Wurzeln – in seiner Dankesrede.
Archiv für Februar 2009
Leonardo DiCaprio und die Umwelt
13 Februar 2009Siegel für Textilien soll für Transparenz auf dem Markt sorgen
9 Februar 2009
Jährlich werden weltweit über 25 Mio. Tonnen Baumwolle erzeugt – über 40 % davon soll gentechnisch verändert sein, also von gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Der konventionelle Anbau von Baumwolle fordert seine Opfer. So wird viel Wasser verbraucht und jährlich sterben ca. 20 000 Menschen an Vergiftungen durch fahrlässigen Umgang mit Pestiziden. Außerdem lebt die Baumwollindustrie von Kinderarbeit: rund 90 Mio. Kinder sollen nach Unicef-Angaben in der Baumwollindustrie angestellt sein.
Und lediglich unter einem Prozent dieser 25 Mio. Tonnen Baumwolle stammen aus biologischem und nachhaltigem Anbau. Nun fordert der NABU ein verlässliches Siegel für Textilien damit Verbraucher umwelt-und sozialverträglichen Baumwollanbau belohnen können. NABU hätte gerne mehr Transparenz und eine einheitliche Kennzeichnung für umwelt- und sozialverträglich produzierte Textilien ohne Gentechnik, damit man auch auf dem unübersichtlichen Baumwollmarkt ein ökologisch erzeugtes und fair gehandeltes Produkt finden kann.
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Neue Subventionen für Milchexport
8 Februar 2009Wie auf heise zu lesen ist, wird die EU die Exportsubventionen für Milchprodukte wieder aufnehmen.Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt diese Entscheidung, von Seiten anderer Bauernverbände und von Entwicklungsorganisationen sind jedoch deutlich kritischere Stimmen zu vernehmen.
Im Rahmen der diesjährigen Milchkonferenz in Berlin unter dem Motto „Deine Zukunft ist Weiß“, lobte der Deutsche Bauernverband die Entscheidung der EU-Kommission in hohen Tönen. Der DBV verwies damit auf die Exportsubventionen welche in Folge eines stark gesunkenen Milcherzeugerpreises, von 30 Cent und weniger, zur Unterstützung der hiesigen Milchwirtschaft wieder aufgenommen wurde.
Der Bundesverband Deutscher Milchbauern (BDM) formuliert seine öffentlichen Erklärungen zu diesem Thema etwas vorsichtiger. Zwar ist der Verband genauso über einen möglichen Zusammenbruch des Milchmarkts beunruhigt, doch aus Erfahrung wisse man, dass Exportsubventionen die Erzeugerpreise mittelfristig eher negativ beeinflussen. Das eigentliche Problem – nämlich die „geplante“ Überproduktion – müsse endlich an der Wurzel gepackt werden. Bis 2013 setzt die EU die Milchquote jährlich um 1% hoch, diese Quotenerhöhung ist für die Überproduktion verantwortlich, so der österreichische Verein der “Grünland- und Rinderbauern“.
Aigner (CSU) und die Umwelt
7 Februar 2009Nun ist sie schon über 100 Tage in ihrem Amt: Landwirtschafts- und Verbraucherministerin Ilse Aigner von der CSU. Nun wird Bilanz gezogen.
Wie Greenpeace berichtet, wurde keines der drängenden Umwelt- und Verbraucherthemen von ihr in Angriff genommen: Agrargifte, Gentechnik und Verbraucher bzw. Klimaschutz. Wann zeigt die Ministerin endlich Initiative?
Erster Kritikpunkt: Genmais. Wo sich andere EU-Länder gegen den Anbau entscheiden und sich für gentechnikfreie Regionen einsetzen, ignoriert unsere Ministerin neue Erkenntnisse über die Gefährlichkeit von genmanipuliertem Mais. Und im Bereich Agrargifte scheint es gar so, als ob Ilse Aigner die Interessen der Verbraucher vernachlässigt und eher die Chemielobby unterstützt. So wurde zum Beispiel bis heute nicht das von Bundestag und EU geforderte nationale Pestizidreduktionsprogramm nachgebessert. Dafür wurde ein verbessertes EU-Pestizidrecht verhindert… Mit Nichten der Sinn der Sache. Wie sieht es mit dem Klimaschutz aus? Auf diesem Gebiet hat Aigner ebenfalls versagt. Sie setzte sich sogar für die Subventionierung des Dieselverbrauchs in der Landwirtschaft ein.
Das Fazit, das Barbara Kamradt, Leiterin des Landwirtschaftsbereichs von Greenpeace, zieht: “Bisher wirkt Ministerin Aigner eher wie das Sprachrohr der Interessen von Agrarlobby und Bauernverband, denn wie eine umweltbewußte Verbraucherministerin.”
Code of Conduct for Responsible Fisheries – Richtlinien, nach denen sich keiner richtet…
6 Februar 2009… und welche Rolle spielt Island?
Beim Code of Conduct for Responsible Fisheries handelt es sich um freiwillige Richtlinien, ja sogar um einen Fischerei-Verhaltenskondex der UN. Doch daran hält sich fast niemand. Wie Bild der Wissenschaft gestern berichtete, beuten mindestens 28 der 53 wichtigsten Fischerei-Nationen das Meer auf umweltschädigende und unverantwortliche Weise aus. Noch schlimmer: ganze 40% des weltweiten Fischfangs werden von diesen Nationen betrieben. Und auch die restlichen Nationen verhalten sich nicht vorbildlich. Da stellt sich doch nun die Frage, was für Auswirkungen auf uns zukommen, wenn sich diese Situation nicht ändert.
Der Fischerei-Verhaltenskodex soll zum Beispiel die Einhaltung von Fangquoten, die Kontrolle illegaler Fischerei, die Schonung des Ökosystems (zB. Korallenriffe) und die Verringerung von Beifang zum Ziel haben. Er wurde in den Neunzigern von der UN-Ernährungsorganisation FAO entworfen. Doch wieso wurde dieser Fischereikodex “Code of Conduct for Responsible Fisheries” nicht als verpflichtendes Abkommen verabschiedet? Das hätte politsch zu jener Zeit keine Chance gehabt, so der Kommentar einer Forschergruppe um Tony Pitcher der University of British Columbia in Vancouver . Heutzutage sieht das wohl anders aus. Die Welt weiß nun Bescheid, dass Überfischung die Ökosysteme des Meeres und letztlich auch den Menschen schädigt. Es ist also dringend nötig, detaillierte internationale Gesetze zu verabschieden, die den Fischfang regeln müssen.
Hamburg Kanditat für Umwelthauptstadt
4 Februar 2009Schon seit mehr als zwei Jahrzehnten vergibt die EU jährlich den Titel der “Kulturhauptstadt”. Die EU hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird ab 2010 jährlich eine europäische Stadt zur Umwelthauptstadt krönen, berichtet die EpochTimes. Aus 35 Bewerberstädten für den Titel, wurde Hamburg unter die ersten 8 für die nächste Bewerbungsrunde gewählt.
Vor einigen Tagen präsentierte Umweltstaatsrat Christian Maaß vor einem 10-köpfigen Gremium die umweltbewusste Seite Hamburgs. „Wir sind stolz, in der Endausscheidung zu stehen. Die internationale Konkurrenz mit Amsterdam, Oslo und Stockholm ist sehr anspruchsvoll, aber Hamburg hat viel zu bieten. Wir zeigen beispielsweise mit dem Klimaschutzkonzept Hamburg und der Internationalen Bauausstellung, dass Stadtentwicklung nicht auf Kosten von Natur gehen muss und dass Wirtschaftsentwicklung und Klimaschutz sehr wohl zusammenpassen.“
Früh übt sich…
3 Februar 2009… die Umwelt zu schonen und Energie zu sparen.
Das dachten sich auch die Schwerter Stadtwerke, wie das Onlineangebot Der Westen berichtet. In der Nordrhein-Westfälischen Stadt soll ab Anfang diesen Monats umweltpädagogischer Unterricht mit zum Lehrplan gehören – zunächst nur in den 4. Klassen.
Dieser Unterricht wurde im Rahmen des Schwerter Klima- und Umweltpaktes und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelt Aktion e.V. ins Leben gerufen.
Der Deutsche Umwelt Aktion e. Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Umwelt- und Naturschutz schon den Kleinen näher zu bringen.
Motto des Unterrichts wird sein: “Energie erleben und verstehen”. Geplant sind kleine Experimente und praktische Beispiele, sowie die Entwicklung eines sparsamen Umgangs mit Energiequellen am Beispiel Strom. Geleitet werden die Unterrichtseinheiten wohl von Experten der Deutschen Umwelt Aktion.
Mehr Recyclingpapier gefordert
2 Februar 2009Wie durch eine gemeinsame Pressemitteilung erklärt, fordern das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und der Naturschutzbund Deutschlad zusammen mit der Wirtschaftsallianz Pro Recyclingpapier einen verstärkten Einsatz von Recyclingpapier in öffentlichen Einrichtungen und in der Privatwirtschaft.
Zum Start der Paperworld, die diesjährig unter dem Motto “Green Office” stattfindet, möchte die Interessengemeinschaft abermals auf die erheblichen Einsparpotentiale von recycletem Papier hinweisen.
Obwohl der Papierkrieg seit Durchsetzung der digitalen Datenverarbeitung insgesamt abgenommen hat, ist der Bedarf in den letzten Jahren wieder angestiegen. Nutzt man anstatt Frischfaserpapier ein recycletes Produkt, lassen sich bei der Herstellung rund 60% Energie und Wasser einsparen.
Die Umweltstandarts für Papier geben dem Konsumenten eine Auskunft wie ökologisch das Papier ist. Hierbei ist der “Blaue Engel” der Standard mit den strengsten Auflagen zur Nachhaltigkeit. Gütesiegel wie das FSC oder PEFC sind vom Blauen Engel deutlich abzugrenzen, da sie lediglich Hinweise auf die Bewirtschaftungsform der Wälder geben, so der Präsident des Umweltbundesamtes. “Andere Siegel bleiben deutlich hinter den Ansprüchen des Blauen Engels zurück und sind daher aus Verbrauchersicht nicht zu empfehlen.”, so auch die Verbaucher Initiative.
Umweltgesetzbuch ist gescheitert
1 Februar 2009Der Plan ein einheitliches Umweltgesetzbuch (UGB) zu schaffen ist am Widerstand von Bayern und der Union gescheitert. Ziel war es Regelungen zum Umweltrecht “aus einem Guss” zu schaffen. Derzeit ist es Aufgabe eines jeden Bundeslandes eigene Rahmenvorschriften zu erlassen, was zu einer Rechtsversplitterung innerhalb des deutschen Umweltrechts führte. Wo Sigmar Gabriel von deutlichen Erleichterungen für Mittelständler sprach, wurde aus Reihen der Union die Angst vor viel zu vielen Regularien laut.
Von verschiedenen Interessengruppen sind zu diesem Fall absolut konträre Meinungen geäußert worden. So nannte Innenminister Ingo Wolf (FPD) das UGB “praxisfern” und “bürokratisch”, die komplizierten Rechtsregelungen hätten zu einer «unverantwortlichen Gängelung von Kommunen und Unternehmen» geführt. Ganz anders Sigmar Gabriel, er sprach von einer Vereinfachung des Umweltrechts und lastete der Union an ihr “dumpfer Reformunwillen” und “blinde Blockadepolitik” habe zum Scheitern geführt. Weder würden Umweltanforderungen verschärft noch sind Unsicherheiten beim Vollzug zu erwarten. Desweiteren wäre selbst Gabriels Kompromissbereitschaft zu einer substantiellen Änderung des UGB von der Union schlicht abgelehnt worden.
Diskussionsveranstaltung am 6. Februar, Berlin
1 Februar 2009Schutzzonen im Regenwald und ihre Auswirkungen
Über das Thema “Regenwald als Park? Naturschutz gegen schützende Nutzer” wird am kommenden Freitag in Berlin diskutiert, wie die Sozialistische Tageszeitung “Neues Deutschland” am 31. Januar berichtet.
Leiter dieser Diskussionrunde wird der renommierte Anthropologe Mac Chapin sein. So sollen wegen der weltweiten Klima-, Energie-und Ernährungskrise unsere verbleibenden tropischen Regenwälder nun wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.
Sie werden momentan zerstört, und diese Zerstörung wird als “Inwertsetzung” bezeichnet. Zum Beispiel “Inwertsetzung” durch Land- und Forstwirtschaft oder auch Infrastrukturprojekte. » Weiterlesen: Diskussionsveranstaltung am 6. Februar, Berlin