Nicht nur die Verbraucher beschäftigt das Thema Gentechnik sehr. Seit Agrarministerin Ilse Aigner den Anbau des Genmais’ MON 810 des US-Konzerns Monsanto verboten hat, wird auch bei der Bundesregierung dieses Thema wieder heiß diskutiert. Deshalb trafen sich nun Aigner und Forschungsministerin Annette Schavan mit über 20 Verbänden um über genau dieses Thema zu reden. Während sich die beiden Politikerinnen darüber einig waren, dass auf diesem Gebiet unbedingt die Forschung voran gebracht werden sollte, konnten sie jedoch in Richtung kommerzielle Verwendung von Gentechnik keine klare Richtung finden. Aigner hob allerdings hervor, dass Gewinn und Markt zu jeder Zeit dem Schutz von Mensch und Umwelt Vorrang zu gewähren habe. Auch die Wissenschaft sollte sich ihrer Meinung nach eher hinten anstellen. Schwavan hingegen forderte eine stärkere Positionierung der nationalen Forschung im internationalen Ranking. Kritiker haben auf diesem Gebiet oft auf die Worte “Der Mensch darf nicht alles, was er kann!” zurück gegriffen. Schavan versuchte zu rechtfertigen, dass die Forderungen der Forschung genauso berücksichtigt werden sollten, wie die Bedenken der Kritiker. Also ein nicht enden wollender Meinungs- und Interessenkonflikt.
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