Regenwald Report Nr. 2/10

10-02Der Regenwald, die „grüne Lunge“ der Erde ist Lebensraum für schätzungsweise 30 Millionen Tier- und Pflanzenarten. Neben seiner riesigen Artenvielfalt, ist er auch unersetzlich für ein stabiles Weltklima – er speichert immense Mengen an CO2 in Boden und Pflanzen. Die Gefährdung des Regenwalds ist schon Jahrzente bekannt und wird auch alle Jahre wieder in den Medien thematisiert. Doch weiß man eigentlich nicht wirklich viel über das, was dort alles vor sich geht, lediglich dass dieses grüne Reich bedroht war und ist, sollte jeder schon einmal gehört haben.

Der gemeinnützige Verein Rettet den Regenwald e.V. widmet sich dem Schutz des Regenwalds. Die Mitwirkenden koordinieren und planen Projekte in den betroffenen Regionen und verleihen den vielen Opfern, welche durch wirtschaftliche und oft illegal durchgeführte Interessen geschädigt werden, durch ihre Pressearbeit Gehör. Kostenlos wird der sogenannte Regenwald Report angeboten, ein ca 15 Seiten starkes Magazin das monatlich über den Raubbau am Regenwald und die dadurch betroffenen Menschen berichtet.

Der Regenwaldreport 2/2010 informiert über das Thema Palmöl. Riesige Waldflächen fallen der Produktion dieses Rohstoffs zum Opfer, denn der Bedarf in den Industrieländern steigt stetig an. Unvorstellbar große Flächen Urwald werden abgebrannt, um sie dann mit Monokulturen zu besiedeln. Wo vorher tausende Pflanzen- und Tierarten beheimatet waren, klafft dann eine biologische Wüste. Oft ist es einem nicht bewusst, doch fast jeder von uns benutzt täglich diesen Stoff. Er steckt im Schokoriegel, Kosmetika, (Ikea-)Kerzen und im Diesel – um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Also viele Bereiche die jeder selbst und bewusst beeinflussen kann.

Weniger greifbar ist die größte Unsinnigkeit im Umgang mit Palmöl in Deutschland. Durch das Erneuerbare Energien Gesetz von 2004, wird die Verbrennung von Palmöl in deutschen Heizkraftwerken mit bis zu 19 Cent pro kWh subventioniert (im Endeffekt zahlt jeder dafür). Wie es zu dieser Entscheidung kam ist völlig unverständlich, denn wie ökologisch kann es sein für einen „nachwachsenden Rohstoff“ riesige schutzbedürftige Wälder zu roden, dabei das über Jahrzehnte im Boden eingespeicherte CO2 in die Luft zu entlassen, um dann auch noch das Palmöl einmal um die halbe Welt zu verschiffen und dort zu verbrennen. Nachhaltigkeit sollte anders aussehen. Hier wurde leider wieder zu kurz gedacht von den Verantwortlichen, mit bedauerlichen Auswirkungen für Natur und Mensch.

Protestaktionen üben Druck auf die Verantwortlichen aus, je mehr desto besser und es kostet nur zwei Minuten.

Regenwald Report informiert über den Umgang mit dem Regenwald und erreichte Erfolge, kommt bequem und kostenlos nach Hause.

2 Gedanken zu „Regenwald Report Nr. 2/10“

  1. Hey, hab zwar grad keinen Kommentar zum Artikel, aber es freut mich, daß ihr wieder da seid. Sobald ich Zeit habe, lese ich, was ihr geschrieben habt. Die Überschriften hören sich interessant an. Aber jetzt bin ich müde. Auf jeden Fall, macht weiter so.

  2. Wer sich für den Schutz des Regenwaldes einsetzen möchte, kann dies auch auf ecosia.org – der grünen Suchmaschine tun.
    Grüße

Kommentare sind geschlossen.