Archiv der Kategorie: Klimawandel

„Carbon Counter“ soll die Welt aufrütteln

Laut Tagesspiegel wurden bereits 3,64 Billionen Tonnen für das Klima hoch schädliches Kohlenstoffdioxid allein durch menschliches Verhalten in die Atmosphäre abgegeben. Und sekündlich sollen ca. 800 Tonnen dazu kommen. Das ist schon recht schwer vorstellbar. Und da Zahlen, die man direkt vor Augen hat, um einiges beeindruckender sind, hat sich eine Zweigstelle der Deutschen Bank in New York etwas ganz besonderes überlegt: eine 21 m hohe Anzeigetafel direkt am Madison Square Garden in Manhatten – sichtbar für Millionen von Menschen – zählt das schädliche CO2. Kevin Parker, Chef des Geschäftsbereiches Asset Management und Mit-Verantwortlicher dieser Aktion sagt, der „Carbon Counter“, also die Zähltafel des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes, wird so lange weiterlaufen, bis das Problem erledigt ist. Weiter gibt er zu bedenken, dass die Beseitigung der Schäden der Klimaerwärmung deutlich teurer seien, als von vorne herein in erneuerbare Energien zu investieren.

Zum Bild – „Carbon Counter“ am Madison Square Garden in New York

HOME – Das ist unsere Erde

Am 5. Juni diesen Jahres, nicht ohne Zufall auch Tag der Umwelt, wird auf n-tv die große Umweltdokumentation „HOME“ ausgestrahlt. Der Film ist in Zusammenarbeit von Yann Arthus-Bertrand (Bestsellerautor und Fotograf) und Luc Besson (Produzent) entstanden. Die Schirmherrschaft der Initiative übernahm das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Gezeigt werden ausschließlich Bilder, die in der Vogelperspektive aufgenommen wurden. So sind in jedem Augenblick Bilder aus über 50 Ländern zu sehen, aber auf eine Art, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Ziel des Films ist es, neben der Schönheit der Erde auch aufzuzeigen, wie verletzlich unser Planet ist. So soll der Film das Bewusstsein für die Dringlichkeit des Umweltschutzes stärken und die Menschen dazu aufrufen, Verantwortung für die Erde zu übernehmen.

Neben der Weltpremiere auf n-tv wird der Film an diesem Tag auch in Kinos ausgestrahlt, im Internet veröffentlicht und auf DVD erhältlich sein.

  • „Home – Das ist unsere Erde“
  • Freitag, 5. Juni 2009 – 21.10 Uhr
  • n-tv
  • www.home-2009.com

Klimakonferenz in Bonn

Zu neuen Klimaverhandlungen trafen sich nun in Bonn rund 3500 Experten aus aller Welt. Um die Aufmerksamkeit noch mehr zu polarisieren, versammelten sich Umweltorganisationen und demonstrierten zum Auftakt der Veranstaltung. Sie forderten von den Regierungen, ihre Aufgabe ernst zu nehmen. Der Kongress soll 12 Tage andauern und über ein neues globales Abkommen im Bereich Klimaschutz entscheiden. Dieses Abkommen soll dann als Nachfolgepakt für das Kyoto-Protokoll übernommen werden, das im Jahre 2012 ausläuft.

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Kohlenstoffdioxid-Grenzwerte der EU?

Genau das fordert laut FOCUS die EU, unterstrichen von dem in wenigen Tagen erscheinenden Vorschlag für eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes. Dieser Grenzwert soll sich jedoch am PKW orientieren. Und genau hier wird es ein Problem für große Transporter geben. Die Grenzwerte für Fahrzeuge mit einem Ladevolumen von 3 – 17 m³ werden bis 2012 bei 175 g(CO2)/km, bis 2015 bei 160 g(CO2)/km festgemacht. Doch ein durchschnittlicher großer Transporter wie zum Beispiel ein VW Crafter (17 m³) gibt im Betrieb zur Zeit ca. 278 g(CO2)/km, über 100 g mehr als der Grenzwert vorgibt. Der 3 m³-große VW-Caddy kann mit 164 g(CO2)/km den Grenzwert gerade so einhalten. Als negative Konsequenz daraus befürchten Experten, dass die kleinen Transporter die großen verdrängen könnten. Denn das hat widerum gravierende Folgen für die Umwelt: für die gleiche Menge Ladung, die mit einem großen Transporter transportiert werden könnte, werden alternativ ca. 4 kleine Transporter benötigt. Somit steigt also der CO2-Gesamtausstoß deutlich.

Mit dem Klimawandel ins Jahr 2055: Beispiel Berlin

Zuerst bittere, nahezu sibirische Winterkälte, jetzt der nahende Super-Sommer 2009. Doch wie wird die Zukunft aussehen, wenn die Extreme auf Grund des Klimawandels noch extremer werden sollten? Hierzu gibt es eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, kurz PIK, die kürzlich in Berlin vorgestellt wurde. Laut der Studie, wie neues-deutschland.de berichtet, soll die durchschnittliche Temperatur in Berlin um 2,5 °C steigen. Tropische Sommer, Dürren und Dauerhitzen sind also nicht mehr auszuschließen.


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CCS – dauerhafte Verpressung von CO2

Wie das BMU heute bekannt gegeben hat, wurde ein Gesetzentwurf beschlossen, der den Weg ebnet für die dauerhafte Speicherung von Kohlenstoffdioxid in tiefen Gesteinsschichten.

Umweltminister Gabriel steht der Technik optimistisch gegenüber „Kohlekraftwerke haben nur eine Zukunft, wenn sie weniger schädlich für das Klima werden. CCS könnte da eine Perspektive bieten.“, verweist jedoch auch darauf, dass das Gesetz kein Blankoschein für die Industrie darstellt. Zuerst müsste untersucht werden, ob die Technik auch im industriellen Maßstab funktioniert und vor allem müssten die Speicher dauerhaft sicher sein. CCS – dauerhafte Verpressung von CO2 weiterlesen