Mehr Recyclingpapier gefordert

Wie durch eine gemeinsame Pressemitteilung erklärt, fordern das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und der Naturschutzbund Deutschlad zusammen mit der Wirtschaftsallianz Pro Recyclingpapier einen verstärkten Einsatz von Recyclingpapier in öffentlichen Einrichtungen und in der Privatwirtschaft.

blauer_engelZum Start der Paperworld, die diesjährig unter dem Motto „Green Office“ stattfindet, möchte die Interessengemeinschaft abermals auf die erheblichen Einsparpotentiale von recycletem Papier hinweisen.

Obwohl der Papierkrieg seit Durchsetzung der digitalen Datenverarbeitung insgesamt abgenommen hat, ist der Bedarf in den letzten Jahren wieder angestiegen. Nutzt man anstatt Frischfaserpapier ein recycletes Produkt, lassen sich bei der Herstellung rund 60% Energie und Wasser einsparen.

Die Umweltstandarts für Papier geben dem Konsumenten eine Auskunft wie ökologisch das Papier ist. Hierbei ist der „Blaue Engel“ der Standard mit den strengsten Auflagen zur Nachhaltigkeit. Gütesiegel wie das FSC oder PEFC sind vom Blauen Engel deutlich abzugrenzen, da sie lediglich Hinweise auf die Bewirtschaftungsform der Wälder geben, so der Präsident des Umweltbundesamtes. „Andere Siegel bleiben deutlich hinter den Ansprüchen des Blauen Engels zurück und sind daher aus Verbrauchersicht nicht zu empfehlen.“, so auch die Verbaucher Initiative.

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Umweltgesetzbuch ist gescheitert

Der Plan ein einheitliches Umweltgesetzbuch (UGB) zu schaffen ist am Widerstand von Bayern und der Union  gescheitert. Ziel war es Regelungen zum Umweltrecht „aus einem Guss“ zu schaffen. Derzeit ist es Aufgabe eines jeden Bundeslandes eigene Rahmenvorschriften zu erlassen, was zu einer Rechtsversplitterung innerhalb des deutschen Umweltrechts führte. Wo Sigmar Gabriel von deutlichen Erleichterungen für Mittelständler sprach, wurde aus Reihen der Union die Angst vor viel zu vielen Regularien laut.

Von verschiedenen Interessengruppen sind zu diesem Fall absolut konträre Meinungen geäußert worden. So nannte Innenminister Ingo Wolf (FPD) das UGB „praxisfern“ und „bürokratisch“, die komplizierten Rechtsregelungen hätten zu einer «unverantwortlichen Gängelung von Kommunen und Unternehmen» geführt. Ganz anders Sigmar Gabriel, er sprach von einer Vereinfachung des Umweltrechts und lastete der Union an ihr „dumpfer Reformunwillen“ und „blinde Blockadepolitik“ habe zum Scheitern geführt. Weder würden Umweltanforderungen verschärft noch sind Unsicherheiten beim Vollzug zu erwarten. Desweiteren wäre selbst Gabriels Kompromissbereitschaft zu einer substantiellen Änderung des UGB von der Union schlicht abgelehnt worden.

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Diskussionsveranstaltung am 6. Februar, Berlin

Schutzzonen im Regenwald und ihre Auswirkungen

Über das Thema „Regenwald als Park? Naturschutz gegen schützende Nutzer“ wird am kommenden Freitag in Berlin diskutiert, wie die Sozialistische Tageszeitung „Neues Deutschland“ am 31. Januar berichtet.

Leiter dieser Diskussionrunde wird der renommierte Anthropologe Mac Chapin sein. So sollen wegen der weltweiten Klima-, Energie-und Ernährungskrise unsere verbleibenden tropischen Regenwälder nun wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.

Sie werden momentan zerstört, und diese Zerstörung wird als „Inwertsetzung“ bezeichnet. Zum Beispiel „Inwertsetzung“ durch Land- und Forstwirtschaft oder auch Infrastrukturprojekte. Diskussionsveranstaltung am 6. Februar, Berlin weiterlesen

Umwelt schützen – Zukunft sichern!

So lautet das diesjährige Thema des Bürgerpreises, ins Leben gerufen durch die Initiative „für mich, für uns, für alle“. Gegründet wurde diese Initiative im Jahre 2003 durch einige Bundestagsabgeordnete, durch deutsche Gemeinden, Städte und Landkreise, sowie durch die Sparkasse. Norbert Lammert, Präsident des Bundestages, darf sich Schirmherr dieser Initiative nennen. Nun, so berichtet nnz-online, wird dieses Jahr zum 7. Mal dieser Bürgerpreis verliehen. Er gilt als die größte bundesweite Auszeichnung für ein ehrenamtliches Engagement.

Mit dem Preis sollen also Leute ausgezeichnet werden, die sich engagiert für die Natur einsetzen – als Preise werden Fördergelder sowie Sachpreise versprochen. Doch an wen genau ist dieser Wettbewerb gerichtet?

Wie die Initiative verlauten ließ, würden Personen und Projekte gesucht, die unterschiedliche Menschen für das Ziel einer intakten Natur begeistern könnten, sowie mit ihrem Einsatz versuchen würden, Lebensgrundlagen bestehender und zukünftiger Generationen zu sichern. Hierbei werden 4 Teile des Preises unterschieden: Umwelt schützen – Zukunft sichern! weiterlesen

Wer zahlt Asse?

„Einsturzgefahr, dubiose strahlende Lauge im Untergrund“ titelte Spiegel Online letzten Jahres. Das Atommülllager Asse ist marode geworden und bedarf einer grundlegenden Sanierung bzw. Rettungsaktion. Schon 1979 wurde vor Einsturzgefahr gewarnt, seit 1988 häufen und verstärken sich die Probleme in dem Lager. Wer für die immensen Kosten einer solchen Sanierung aufzukommen hat war bis zum 22. Januar diesen Jahres klar geregelt – wer den Müll produziert muss auch dafür zahlen.

Bisher steht im Atomgesetz, dass für die ordnungsgemäße Entsorgung zahlen muss, wer den Atommüll abgeliefert hat. Der Änderungsantrag 16/16561 der Regierungsfraktionen vom 22. Januar zur Regierungsdrucksache 16/11609 sieht jedoch vor, dass die Sanierungskosten allein der Bund übernimmt. Es ist nach unbestätigten Berichten stark anzunehmen, dass ca 75% des Atommülls in Asse von unseren Großen Vier stammen. Die Gesetzesnovelle ergibt für mich keinen Sinn, warum soll plötzlich der Steuerbürger zahlen, ist die Bundesregierung gerade in Spenderlaune und will neben den Bankenmilliarden noch ein bisschen mehr verteilen? Oder aber gehts den Energiekonzernen gerade so schlecht dass sie die Kosten nicht selbst übernehmen könnten – auch nicht. Da wurde wohl gute Lobbyarbeit geleistet.

Deutsch-chinesisches Klimabündnis unterzeichnet

Wie das Bundesumweltministerium berichtet, wurde heute ein „Klimabündnis“ zwischen Deutschland und China unterzeichnet. Zur Bekämpfung des Klimawandels wurde ein sogenanntes „Memorandum of Understanding“ von Sigmar Gabriel und dem Vorsitzenden der „Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission“ Zhang Ping unterzeichnet. Wesentliche Eckpunkte sind Kooperationen in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Forschung und Technologie.

Das hört sich ja erstmal nicht schlecht an. Aber was ist ein „Memorandum of Understanding“ – Wiki sagt dazu „[…] In der Regel handelt es sich um eine bloße Absichtserklärung, d.h. das Memorandum of Understanding hat keine rechtliche Bindungswirkung […]“. Um rechtlich verbindliche Abkommen handelt es sich also nicht, viel mehr ist es wohl als ein politisches Zeichen und als Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit zu verstehen, mit medialer Wirksamkeit natürlich. Deutsch-chinesisches Klimabündnis unterzeichnet weiterlesen

Internationale Agentur für erneuerbare Energien gegründet

Nach langer Planungszeit wurde am 26. Januar die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) gegründet. 75 Entwicklungsländer und Industrienationen unterzeichneten in einem feierlichen Akt den Vertrag auf der Gründungskonferenz in Bonn.

Im Kampf gegen Klimawandel und den immer knapper werdenden fossilen Rohstoffen, wurde lange an einer Organisation zur internationalen Verbreitung von erneuerbaren Energiesystemen gearbeitet.  „Viele Staaten haben die Chancen der erneuerbaren Energien für Klimaschutz, Versorgungssicherheit sowie wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung erkannt. Mit IRENA bekommen die erneuerbaren Energien international eine vernehmbare Stimme und einen politischen Push. Sie wird das internationale Sprachrohr für erneuerbare Energien sein.“, sagte Sigmar Gabriel, Vorsitzender der Konferenz in Bonn.

Ziel von IRENA sei es, international die Lücke zwischen dem enormen Potential der Erneuerbaren und ihrem noch relativ geringen Marktanteil zu schließen. Die Arbeit wird vor allem auf Regierungsebene von statten gehen – Politik und Forschung sollen vernetzt und über die Einsatzmöglichkeiten informiert werden. Internationale Agentur für erneuerbare Energien gegründet weiterlesen

Alternative Energien auch bei Autos beliebt

Im Dezember letzten Jahres führte DEKRA, der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein, eine Umfrage zum Thema alternative Technik bei PKW’s durch, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrem Onlineangebot vom 25. Januar berichtet. Ende des Jahres 2008 wurden hierfür 1250 Personen mit Führerschein befragt.

Das Ergebnis fiel, trotz der momentan aktuellen und viel diskutierten Finanzkrise, sehr positiv aus:

So sind über 92 Prozent der Deutschen bereit, ihr Auto gegen ein Fahrzeug mit alternativen Techniken einzutauschen. Hierbei würden jedoch Förderungen vom Staat sowie niedrigere Betriebskosten gefordert werden. Vielen gehe jedoch die Umwelt, sowie der Schutz eben dieser vor.

Bevorzugt würden Autos mit Gasantrieb (knapp 44 Prozent), vor dem Hybridantrieb (ca. 37 Prozent) und dem Elektroauto (22 Prozent). Bei weiteren Fragen stellte sich heraus, dass auch knapp 62 Prozent der Befragten eine geringere Fahrleistung akzeptieren würden, 40 Prozent fänden eine geringere Reichweite in Ordnung. Auch eine minder gute Infrastruktur an Tankstellen wäre für ca. 28 Prozent akzeptabel.

Verglichen hierzu sind die lediglich 18 Prozent der Befragten, die keine Nachteile für ein umweltfreundlicheres Auto eingehen wollen, eher eine Minderheit.

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Die „grüne Wende“ erreicht nun auch die USA

Jetzt, nach seinen Versprechungen für eine bessere Klimapolitik in den Vereinigten Staaten, widmet sich der erst kürzlich vereidigte US-Präsident Barack Obama der Umwelt und bricht so um ein Weiteres mit den Ansichten seines Vorgängers George W. Bush. Wie das Onlineangebot der Süddeutschen Zeitung berichtet, möchte er sich zum Beispiel für strengere Abgasnormen bei Autos engagieren. Eine Möglichkeit sieht er darin, den US-Bundesstaaten künftig selbst zu überlassen, in welcher Höhe sie ihre eigenen Emissiongrenzen festsetzen.

Das klingt nach einem Gegensatz; aber Nein. Neben Kalifornien wünschen sich noch ca. 10 andere Staaten härtere Abgasvorschriften, wie diejenigen, die der Regierung vorschweben. Hierfür beantragten sie bereits unter der Führung von George W. Bush eine Ausnahmegenehmigung für strengere Vorschriften.Der ehemalige Präsident lehnte dieses Engagement jedoch ab.

Seine sehr zum Stirnrunzeln einladende Begründung: der Kampf gegen den Kohlendioxidausstoß müsse auf nationaler Ebene geführt werden.

So ist also Barack Obama auf dem richtigen Weg, alles besser zu machen. Mit dem Vorhaben zur Einführung von strengeren Abgasnormen bei Fahrzeugen würde er außerdem die Industrie zwingen, im Gegensatz zu den „Spritschluckern“ auch benzinsparendere Autos zu entwickeln.