Neue Hoffnung für Robben

6 Mai 2009 von Claudi Kommentieren »

Wie die Berliner Umschau heute berichtete, können sich Robben freuen und aufatmen. Am vergangenen Dienstag setzte das Europaparlament in Straßburg ein klares Signal gegen die Robbenjagd. Es verabschiedete ein Handelsverbot für Robbenprodukte in Europa. Ab 2010 steht das Handelsrecht mit den Robbenprodukten nur noch den Inuits zu.

Was bedeutet das genau? Ab 2010 dürfen nur noch Inuits Robbenjagd betreiben, wenn die Produkte auf europäischem Boden verkauft werden sollen – so lautet die Ausnahmeregel. Als Inuit bezeichnen sich diejenigen eskimoischen Volksgruppen, die in Alaska, Kanada und Grönland leben. Da die Robbenjagd und der Handel mit den Produkten aus Robben dort zur traditionellen Lebensweise gehören und einen Großteil des Einkommens ausmachen, wurde diese Ausnahme genehmigt. Damit die Erzeugnisse aus dem Tier auch wirklich nur von den Inuits hergestellt werden, möchte die EU-Kommission ein System zur Rückverfolgung der Produkte entwickeln. Bisher galt das Verbot nur für Robbenfelle von Jungtieren, die bei der Tötung weniger als zwei Wochen alt waren. Das neue Gesetz ab 2010 soll nun für alle Felle gelten, also für Robben in jedem Alter. Außerdem soll das Handelsverbot nicht nur für Felle, sondern auch für das Fleisch und das Fett der Tiere gelten.

Ziel des Handelsverbots soll sein, dass dem brutalen Abschlachten der Tiere ein jähes Ende gesetzt wird.

Doch wie bei jeder anderen guten Sache, muss es auch hier Gegner geben: Kanada und Norwegen überlegen bereits, bei der Welthandelsorganisation (WTO) gegen das EU-Handelsverbot Beschwerde einzulegen. Kanada tötet jährlich bis zu 300000 Robben.

Mehr Informationen zum Thema Robbenjagd gibt’s auch bei uns. >KLICK<

Und um das Europaparlament zu unterstützen, kann ein Gang zur Wahlurne am 7. Juni auch nicht schädlich sein!

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