Umweltzonen bringen der Umwelt nichts

4 März 2009 von Claudi Kommentieren »

Viele haben sich das Gegenteil erhoffte, manche haben es bereits geahnt und nun scheint es bestätigt zu sein: Umweltzonen bringen der Umwelt nichts! So hat Tübingen zum Beispiel seit knapp einem Jahr die Straßen der Innenstadt zur Umweltzone erklärt. Es dürfen also nur noch Autos mit mindestens roter Plakette auf mehr Straßen als den großen Durchgangsstraßen fahren.

Ziel war es, die Feinstaubkonzentration in der Luft zu reduzieren. Wie MainPost berichtet, gab es nur ein niederschmetterndes Ergebnis: Im vergangenen Jahr wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub an 50 Tagen überschritten. Fazit von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Bündnis 90 Die Grünen) sagt, die Tübinger könnten nicht aufatmen. “[...] wir haben durch die Wetterlage sogar etwas mehr Überschreitungstage [gehabt im letzten Jahr]. Man muss feststellen: Die Umweltzone selbst hat keinen messbaren Effekt. Verwunderlich ist das nicht, denn nur drei Prozent der Fahrzeuge waren überhaupt von dem Fahrverbot betroffen. Dabei kann natürlich für die Luft nichts rauskommen.“ Zu der Frage, ob denn die Umweltzone bei den Fahrern zu einem Umdenken geführt hat antwortet er: „Das Gefühl habe ich überhaupt nicht, weil fast alle ja eine Plakette bekommen haben. Und selbst die Nachrüstung von Rußfiltern ist mit etwa 10 000 Fahrzeugen hier in der Region sehr, sehr wenig nachgefragt worden. Den Begriff Umweltzone kann man jedenfalls schwer rechtfertigen. Weder geht es der Umwelt besser, noch wird das Umweltbewusstsein dadurch gefördert.“
Ein Vorschlag für die Zukunft könnte nach Meinung von Boris Palmer sein, dass anstatt der Umweltzonen in einzelnen Städten die Nachrüstung von Rußfiltern für Diesel-Fahrzeuge gesetzlich verbindlich sein sollte.

Fazit der Umweltzonen: Außer Spesen nichts gewesen.

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