Archiv der Kategorie: Verkehr

Kohlenstoffdioxid-Grenzwerte der EU?

Genau das fordert laut FOCUS die EU, unterstrichen von dem in wenigen Tagen erscheinenden Vorschlag für eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes. Dieser Grenzwert soll sich jedoch am PKW orientieren. Und genau hier wird es ein Problem für große Transporter geben. Die Grenzwerte für Fahrzeuge mit einem Ladevolumen von 3 – 17 m³ werden bis 2012 bei 175 g(CO2)/km, bis 2015 bei 160 g(CO2)/km festgemacht. Doch ein durchschnittlicher großer Transporter wie zum Beispiel ein VW Crafter (17 m³) gibt im Betrieb zur Zeit ca. 278 g(CO2)/km, über 100 g mehr als der Grenzwert vorgibt. Der 3 m³-große VW-Caddy kann mit 164 g(CO2)/km den Grenzwert gerade so einhalten. Als negative Konsequenz daraus befürchten Experten, dass die kleinen Transporter die großen verdrängen könnten. Denn das hat widerum gravierende Folgen für die Umwelt: für die gleiche Menge Ladung, die mit einem großen Transporter transportiert werden könnte, werden alternativ ca. 4 kleine Transporter benötigt. Somit steigt also der CO2-Gesamtausstoß deutlich.

Abwrackprämie aus ökologischer Sicht

Die aktuelle Energie- und Klimawochenschau des Onlinemagazins Telepolis hat sich mit der Frage beschäftigt ob die zuletzt eingeführte Abwrackprämie denn auch einen ökologischen Nutzen hat. Unsinnig ist diese Frage überhaupt nicht, denn offiziell wurde die Prämie Umweltprämie genannt. Allein diese Benennung hört sich danach an: Ich bekommewas geschenkt und tue damit gleichzeitig noch etwas Gutes. Ob es sich also bei der Bennenung einer Verschrottungsprämie als Umweltprämie eher um sogenanntes „Greenwashing“ handelt, möchten wir herausfinden.

Die Finanzkrise mauserte sich zu einer Wirtschaftskrise und machte auch vor dem Aushängeschild deutscher Produktion nicht halt – der Autoindustrie. Um die zurückgehende Nachfrage anzukurbeln, beschloss man die Einführung einer Abwrackprämie. 2500€ sollte jeder Bundesbürger erhalten, der seinen mindestens 9 Jahre alten Wagen verschrotten lässt und sich im Anschluss einen Neuwagen zulegt. Wohl die Ansicht Neue Autos seien mit effizienteren und technisch ausgereifteren Systemen ausgestattet, ließ die Verantwortlichen auf die Idee kommen die Verschrottungsprämie medien- und imagewirksam mit dem Namen Umweltprämie zu versehen. Eine Genaue Analyse und Gegenüberstellung der ökologischen Vor- und Nachteile wurde jedoch nicht vorgenommen, womit man „Umweltprämie“ erstmal nur als Behauptung ansehen kann.

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Umweltzonen bringen der Umwelt nichts

Viele haben sich das Gegenteil erhoffte, manche haben es bereits geahnt und nun scheint es bestätigt zu sein: Umweltzonen bringen der Umwelt nichts! So hat Tübingen zum Beispiel seit knapp einem Jahr die Straßen der Innenstadt zur Umweltzone erklärt. Es dürfen also nur noch Autos mit mindestens roter Plakette auf mehr Straßen als den großen Durchgangsstraßen fahren.

Ziel war es, die Feinstaubkonzentration in der Luft zu reduzieren. Wie MainPost berichtet, gab es nur ein niederschmetterndes Ergebnis: Im vergangenen Jahr wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub an 50 Tagen überschritten. Fazit von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Bündnis 90 Die Grünen) sagt, die Tübinger könnten nicht aufatmen. „[…] wir haben durch die Wetterlage sogar etwas mehr Überschreitungstage [gehabt im letzten Jahr]. Man muss feststellen: Die Umweltzone selbst hat keinen messbaren Effekt. Verwunderlich ist das nicht, denn nur drei Prozent der Fahrzeuge waren überhaupt von dem Fahrverbot betroffen. Dabei kann natürlich für die Luft nichts rauskommen.“ Zu der Frage, ob denn die Umweltzone bei den Fahrern zu einem Umdenken geführt hat antwortet er: „Das Gefühl habe ich überhaupt nicht, weil fast alle ja eine Plakette bekommen haben. Und selbst die Nachrüstung von Rußfiltern ist mit etwa 10 000 Fahrzeugen hier in der Region sehr, sehr wenig nachgefragt worden. Den Begriff Umweltzone kann man jedenfalls schwer rechtfertigen. Weder geht es der Umwelt besser, noch wird das Umweltbewusstsein dadurch gefördert.“
Ein Vorschlag für die Zukunft könnte nach Meinung von Boris Palmer sein, dass anstatt der Umweltzonen in einzelnen Städten die Nachrüstung von Rußfiltern für Diesel-Fahrzeuge gesetzlich verbindlich sein sollte.

Fazit der Umweltzonen: Außer Spesen nichts gewesen.

Verbot von Quecksilber

quecksilberWie wir am Montag berichtet haben, wurde auf der UNEP-Jahrestagung in Nairobi unter anderem die Gefahr von Quecksilber für hunderte Millionen Menschen auf der Welt diskutiert. Es ist erfreulich, dass sich aus diesen Gesprächen nun handfeste Ergebnisse ableiten lassen. Nach einer Pressemitteilung des BMU werden derzeit internationale Verhandlungen zum Verbot von Quecksilber aufgenommen – innerhalb der nächsten 4 Jahre sollen bindende Regelungen für die Produktion und Emission von Quecksilber erreicht werden.

Sigmar Gabriel ist erleichtert nach „jahrelangen Anstrengungen“ und „zähem Ringen“ nun endlich einen Erfolg verzeichnen zu können. Nicht zuletzt durch das Engagement Amerikas sei es gelungen die Arbeiten zu einem Quecksilberabkommen auf den Weg zu bringen.

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Alternative Energien auch bei Autos beliebt

Im Dezember letzten Jahres führte DEKRA, der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein, eine Umfrage zum Thema alternative Technik bei PKW’s durch, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrem Onlineangebot vom 25. Januar berichtet. Ende des Jahres 2008 wurden hierfür 1250 Personen mit Führerschein befragt.

Das Ergebnis fiel, trotz der momentan aktuellen und viel diskutierten Finanzkrise, sehr positiv aus:

So sind über 92 Prozent der Deutschen bereit, ihr Auto gegen ein Fahrzeug mit alternativen Techniken einzutauschen. Hierbei würden jedoch Förderungen vom Staat sowie niedrigere Betriebskosten gefordert werden. Vielen gehe jedoch die Umwelt, sowie der Schutz eben dieser vor.

Bevorzugt würden Autos mit Gasantrieb (knapp 44 Prozent), vor dem Hybridantrieb (ca. 37 Prozent) und dem Elektroauto (22 Prozent). Bei weiteren Fragen stellte sich heraus, dass auch knapp 62 Prozent der Befragten eine geringere Fahrleistung akzeptieren würden, 40 Prozent fänden eine geringere Reichweite in Ordnung. Auch eine minder gute Infrastruktur an Tankstellen wäre für ca. 28 Prozent akzeptabel.

Verglichen hierzu sind die lediglich 18 Prozent der Befragten, die keine Nachteile für ein umweltfreundlicheres Auto eingehen wollen, eher eine Minderheit.

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